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Halbautomatikkrane von Altmann

Wiederkehrende Arbeiten, die in einer gleichbleibenden Kette von Prozessschritten ablaufen, aber dennoch das Eingreifen eines Bedieners erfordern, lassen sich ohne weiteres teilautomatisieren. Der Prozess wird nach einer definierten Abfolge von Teilschritten abgearbeitet, wobei der Halbautomatikkran jederzeit vollständig manuell bedienbar bleibt. So kommt es nicht zu Einbußen in der Flexibilität.

Bild: Halbautomatikkran für Werkzeugwechsel bei Spaltmaßen zwischen den Anlagenkomponenten von < 3 mm.

Die Steuerung des Halbautomatikkrans ermöglicht jeweils nur die sinngemäß richtige Bedienung des Krans und unterstützt damit den Operator. Dieser kann sich auf seine Tätigkeiten und das Produkt konzentrieren, die Prozesskette wird derweil von der Steuerung des Halbautomatikkrans überwacht.

Bild: Steuerung eines Halbautomatikkrans mit SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) und im Profibus eingebundenen Frequenzumformern

Halbautomatikkran – Beschleunigte Prozesse, weniger Schäden

Überall dort, wo eine vollständige Absperrung des Gefahrenbereichs nicht möglich ist, weil sich Menschen darin befinden, ist ein Halbautomatikkran die richtige Wahl. Die Steuerung ermöglicht jeweils nur den nächsten richtigen Prozessschritt, z.B. Anfahrt einer Zielposition nach einer vorgegebenen Route, und erfordert eine permanente Freigabe durch den Bediener. Fehlt diese, stoppt der Kran und geht damit in einen sicheren Anlagenzustand über. Fährt der Bediener den Halbautomatikkran im manuellen Betrieb in einen Kollisionsbereich, bleibt er automatisch stehen.

Vorteile von Halbautomatikkranen:

  • Vermeidung von Kollisionen mit in der Steuerung hinterlegten Hindernissen (z.B. Regale, Maschinen, Einbauten)
  • Reduzierung von durch Kollision entstehende Schäden
  • Beschleunigung von Prozessschritten
  • Entlastung des Bedienpersonals

Durch geeignete Wahl der Sensoren lassen sich folgende Kranarbeiten automatisieren:

  • Millimetergenaues Anfahren von beinahe beliebig vielen Positionen
  • Aufnehmen und Ablegen von Lasten
  • Verhinderung des Aufschaukelns der Last (Pendeldämpfung)
  • Übermittlung der angeschlagenen Last oder anderer Prozessgrößen an ein übergeordnetes Leitsystem

An die Programmierung der Steuerung solch halbautomatischer Krane werden besonders hohe Anforderungen gestellt. Da der Bediener jederzeit anders als vorgesehen in den Prozess eingreifen kann, muss die Steuerung permanent den Zustand des Krans und des Prozesses überwachen, um nur logische Befehle zuzulassen und damit Fehler zu verhindern.


Planung individuell einsetzbarer Halbautomatikkrane von Altmann

Die Grundlage für die Planung eines Halbautomatikkrans ist eine Risikobeurteilung nach DIN EN ISO 12100:2010 (Sicherheit von Maschinen). Selbstverständlich unterstützen wir Sie bei der Planung und ermitteln mit Ihnen zusammen – idealerweise unter Einbindung des Bedienpersonals – die richtigen Komponenten und den probaten Ablauf. Bereits im Vorfeld gilt es, vor allem die Bediener des Krans zu überzeugen und Berührungsängste abzubauen. Der Erfolg der Umsetzung eines Projekts hängt wesentlich davon ab, dass die Belegschaft die neue Technik eines halbautomatischen Krans akzeptiert und sie als Unterstützung versteht.

In vielen Fällen lassen sich vorhandene Krane auch mit den Automatisierungskomponenten nachrüsten, sodass ein wirtschaftlicher Umbau zum Halbautomatikkran gewährleistet ist.

Bild: Nachträglicher Einbau eines Positioniersystems mit SPS zur halbautomatischen Zielfahrt

Unsere hauseigenen Programmierer und Kransachkundigen übernehmen die Schulung und Einweisung Ihrer Kran-Bedienmannschaft. So wird das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Bei Fragen zum Einsatz eines Halbautomatikkrans stehen Ihnen unsere Experten jederzeit zur Verfügung.

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